Sichere E-Mails

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E-Mails haben im Laufe der Zeit einen grossen Teil herkömmlicher Kommunikation abgelöst. Briefe werden als E-Mail verschickt, Rechnungen und Lieferscheine flattern auch nicht mehr in Papierform ins Haus. Das ist ganz praktisch. Aber wie sieht es mit dem Brief- oder Postgeheimnis aus?

Wenn ich mich so umschaue, dann stelle ich eine grosse “Freizügigkeit” im Umgang mit elektronischer Kommunikation fest. Da werden nicht nur Geschäftsvorgänge per E-Mail verschickt, sondern z.B. auch Zugangsdaten und vertrauliche Informationen – und das völlig offen!

Wo liegt das Problem? E-Mails werden im Standardfall im Klartext vom eigenen Rechner, Smartphone o.ä. über eine Vielzahl von Servern geleitet bis sie beim Empfänger angekommen sind. Lediglich der Transport sollte inzwischen bei den E-Mailprovidern verschlüsselt erfolgen. Über die Art der Abspeicherung der E-Mails wird der Kunde aber nur selten informiert. In der Regel wird dies ebenfalls im Klartext erfolgen. Es stellt also für “Interessierte” gar keine Hürde dar, den Inhalt zu lesen.

Dabei gibt es bereits seit Jahrzehnten die Möglichkeit, auf recht einfache Weise E-Mails so zu verschlüsseln, dass sie gar nicht oder nur mit recht hohem Aufwand entschlüsselt werden können, und das völlig kostenlos. Phil Zimmermann hat dazu die Grundlagen unter der Bezeichnung Pretty Good Privacy entwickelt. Für die praktische Nutzung steht das sogenannte GnuPG zur Verfügung.

Zur Verschlüsselung der E-Mails wird ein elektronisches Schlüsselpaar aus öffentlichem und geheimen Schlüssel benötigt. Inzwischen gibt es Verfahren, die den Benutzer gut bei der einmaligen Erzeugung des elektronischen Schlüsselpaares unterstützen. Für das E-Mailprogramm Thunderbird installiert man dazu die Erweiterung Enigmail. Nutzt man als Basissystem Windows, so müssen leider einige zusätzliche Programme installiert werden. Unter Linux sind die nötigen Basis-Programme vorinstalliert.

Ich verweise hier auf diese Anleitung.

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